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Pilzkunde: Wenn Sie gerne Pilze sammeln, dann sollten Sie sich dies zehn praktischen Ratschläge anschauen

Mit der Ankunft des Herbsts und der ersten Regenfälle, tauchen in den Bergen die ersten Pilze auf. Diese Köstlichkeit, die uns die Natur anbietet, muss allerdings mit Vorsicht genossen werden. Manche sind gefährlich und andere sind essbar. Deshalb sollte sich man sehr gut auskennen. Wenn Sie die Absicht haben, einen Ausflug in die Berge Andalusiens zu unternehmen, um die ersten Pilze der Saison zu suchen, dann sollten Sie diese praktische Ratschläge befolgen.

1. Das Warten auf Regen

Die Ankunft des Herbsts garantiert nicht, dass die Pilze auftauchen. Der Klimafaktor ist diesbezüglich ausschlaggebend. Die Regenfälle im Herbst sind dafür verantwortlich, dass die ersten Pilze erscheinen. Wenn das Wetter trocken bleibt und kein Regen in Aussicht ist, dann tauchen auch keine Pilze auf. Also, warten Sie die ersten Regenfälle ab und beginnen anschließend Ihre Suche. Bei dieser Gelegenheit kommen Sie auch in den Genuss eines der entspannend Sten Gerüche, die uns die Natur schenkt: Feuchte Erde.

2. Wo sucht man Pilze

Der Lebensstil der Pilze verrät uns, wo wir sie finden können, wobei es drei unterschiedliche Wege gibt. Zuerst hätten wir da den Lebensstil des Parasiten, der sich von anderen Organismen ernährt und diese auch erheblich schädigen kann oder sie sogar absterben lässt. Dies wäre der Fall von Plagen in Anbaugebieten, aber das kommt nicht sehr oft vor. Dann hätten wir den Lebensstil des Saprophyten (die Pilze ernähren sich von verwesendem, organischen Material), den man im Wald auf morschen Ästen oder ausgetrockneten Stämmen findet. Zu guter Letzt hätten wir noch den symbiotischen Lebensstil (der Pilz geht eine Verbindung mit den Wurzeln einer Pflanze ein). Diese Pilze findet man unter den Bäumen.

3. Vorsicht mit den Giftstoffen

Beim Pilzsammeln sollte man verantwortungsbewusst vorgehen, da es einige Exemplare gibt, die hochgiftig sind. Essen Sie nie einen Pilz, deren Art Sie nicht kennen oder wenn Sie sich nicht zu 100% sicher sind. Sie sollten die Eigenschaften des Pilzes von seinem Fuß bis zum Schirm genau kennen. Hier können Sie einen Blick auf den Pilzkundeführer werfen, den die andalusische Landesregierung veröffentlicht hat, damit Sie die einzelnen Arten unterscheiden können.

amanita caesarea

4. Weiße Lamellen sind tabu

Unter allen Giftpilzen ist der Amanitas die verbreitetste und gefährlichste Art. Deshalb sollten Sie seine Haupteigenschaften kennen, um ihn einfach und schnell identifizieren zu können. Lassen Sie die Finger von Pilzen mit weißen Lamellen, Ring, Volva und weiß-grünem Hut. Diese könnten zu dieser Pilzart gehören, die auch schon in geringer Menge tödlich ist. Sie sehen sehr schön und scheinbar appetitlich aus und tauchen immer in großen Mengen auf.

5. Bewahren Sie ein paar Exemplare im Kühlschrank auf

Ein bekanntes Sprichwort lautet “Besser vorbeugen, als heilen”. Deshalb ist es äußerst ratsam, ein paar Exemplare der Pilze, die gegessen werden, im Kühlschrank aufzubewahren. Sollten nach dem Verzehr Probleme auftreten, kann der Arzt schnell feststellen, um welche Art es sich handelt. In der Praxis ist dies einfach umzusetzen und ist im Falle eines Falles eine große Hilfe für den Arzt.

6. Mit dem Messer trennen

Beim Pilzsammeln sollte man eine Reihe an Tricks beachten, die sehr hilfreich sind. Es ist ratsam, den Pilz am Fuß mit einem Messer abzuschneiden, da so das Myzel (Teil des Pilzes unter der Erde) nicht zerstört wird und im nächsten Jahr neue Pilze wachsen können. Außerdem ist diese Praxis hygienischer, da Sie vermeiden, dass sich die restlichen Pilze im Korb mit Sand oder Erde vermischen.

7. Benutzen Sie einen Korb

Das typische Bild, mit einem Korb Pilze zu sammeln, hat seinen Grund. Wenn Sie Pilze sammeln, dann verwenden Sie nie eine Plastiktüte, da die Pilze schnell fermentieren und ungenießbar werden. Benutzen Sie Körbe, die für eine bessere Belüftung sorgen und durch ihre Öffnungen dazu beitragen, dass die Sporen verstreut werden.

lactarius rugartus

8. Lassen Sie reife Pilze stehen

Beim Pilzsammeln sollte man die überreifen, etwas fermentierten oder mit Schädlingen befallenen Pilze stehenlassen, da sie ungenießbar seien können. Diesbezüglich ist es egal, ob Sie die Pilzart kennen und ob es sich um einen essbaren Pilz handelt. In diesem Stadium kann es beim Verzehr zu Problemen kommen und deshalb ist es besser, sie stehenzulassen.

9. Vergessen Sie überlieferte Traditionen

Es gibt viele Legenden und Traditionen mit Ratschlägen wie man essbare Pilze von Giftpilzen unterscheiden kann. Folgen Sie diesen Ratschlägen auf keinen Fall, denn sie sind frei erfunden. Am verbreitesten ist, dass wenn der Pilz Silber schwarz färbt, giftig ist und man ihn essen kann, wenn sich das Silber nicht verfärbt. Diese Behauptung ist falsch, genau wie die übrigen, was zu einer Pilzvergiftung führen kann. Pilze kann man nur durch Anschauen unterscheiden.

10. Regenerierende Funktion

Wenn Sie im Wald auf Giftpilze stoßen, dann machen Sie sie nicht kaputt, da sie in ihrer Habitat eine große, regenerierende Funktion erfüllen. Diese Pilze sind für die Natur und für uns Menschen äußerst nützlich. Jeder Pilz hat in der Natur seine Aufgabe und deshalb sollte man beim Pilzsammeln sehr vorsichtig sein, damit die Pilze das nächste Jahr wieder wachsen und nicht essbare Pilze stehengelassen werden.

macrolepiota mastoidea

Die nächsten Pilzkunde-Tage:

Wenn Sie nach unseren Ratschlägen jetzt sicher sind, dass Sie im Wald Pilze sammeln möchten, dann sollten Sie sich die Aktivitäten nicht entgehen lassen, die diesbezüglich organisiert werden.

Iniciación a la micología

- Am kommenden 9. November haben Sie die Gelegenheit, an einer Pilzkunde-Tagung in der Sierra de Grazalema teilzunehmen, auf der Sie Ratschläge zum Pilzsammeln und Verzehr bekommen.

- Anschließend haben Anfänger am 24. November erneut die Gelegenheit in der Sierra de Grazalema und im Naturschutzgebiet Parque de los Alcornocales an einem Pilzkunde-Tag teilzunehmen.



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