Unberührte Strände, Dünen, Pinienhaine und die weiße Krabbe: El Rompido (II)

Enebro, vegetación que rodea la playa de El Rompido

Enebro, vegetación que rodea la playa de El Rompido

Bei unserer Ankunft auf der Flecha de El Rompido stossen wir auf eine idyllische Landschaft mit Dünen, Vegetation und einen Strand, der aufgrund seiner Breite und dem glasklarem Meer überrascht.

Das Meer ist nicht tief und lädt somit auch die Kinder zum Baden ein, während sich für die Erwachsenen ein Spaziergang beim Sonnenuntergang anbietet. Es ist ein ruhiger Strand mit familiärem Ambiente, an dem es noch möglich ist, ein Buch zu lesen oder sich zu sonnen, ohne das man von irgendjemandem belästigt wird. Es sind nur wenige Touristen, die sich auf die von Dünen geschützte Landzunge aus Sand verirren.

Der Schutz der Dünen

Die Dünen der Küste verändern sich aufgrund des Treibsands stetig und übernehmen eine Schutzfunktion des dahinter gelegenen Gebietes, um es vor dem Meer zu schützen. Hier wächst eine Vegetation, die sich den Meeresbedingungen angepasst hat: salziger Wind, Verwehungen, Hitze sowie Wasser- und Nährstoffmangel.

Diese Vegetation verhindert, dass der Wind den Sand vom Strand wegbläst. Das führt zu kleinen Sandanhäufungen zwischen den Pflanzen, die sich letztendlich miteinander verbinden und zu Dünen heranwachsen, die dann diese einzigartige Landschaft der Flecha de El Rompido bilden.

Bedrohte Ökosysteme

Im vergangenen Jahrhundert verschwand in Europa ein Viertel der Dünenflächen, mehr als die Hälfte haben ihren natürlichen Charakter verloren und 85 % sind bedroht. Hauptbedrohungen sind der Städtebau und die Industrie, die Zerstörung des Habitats durch Freizeitaktivitäten an der Küste, der Befall exotischer Pflanzen sowie die Auswirkungen der globalen Erwärmung und das stetige Ansteigen des Meeresspiegels. Aus diesem Grund genießt der Strand von El Rompido einen besonderen Schutz, um ihn ohne irgendwelche Bauvorhaben in seinem natürlichen Zustand zu konservieren und um zu versuchen, sich um sein Ökosystem zu sorgen.

Aber wie wird ein Strand mit einer Dünenlandschaft wirklich geschützt? Wie wir bereits erwähnt haben, muss man mit einem Boot übersetzen, dass vom Fischerdörfchen El Rompido ca. 5 Minuten braucht. Das Boot legt an der Flecha an einem Holzlaufsteg an, über den man durch die Dünen zu dem weitläufigen Strand gelangt.

Miles de cangrejos escavan en la playa

Miles de cangrejos escavan en la playa

Die erhöhten Laufstege verhindern, dass der Publikumsverkehr vom und zum Strand die Dünenlandschaft zerstört und so ihre Schutzfunktion mindert. Des Weiteren wurden Schilfmatten aufgestellt, die den Sand an den Plätzen sammeln, wo die Vegetation Schaden genommen hat. Sie helfen dabei, dass die Düne ihre Form wiedererlangt.

Aber dieses Ökosystem besteht nicht nur aus Dünen, sondern verfügt auch über eine Zone mit Retama-Ginster und Marschland. Die Küstenmarschländer befinden sich in der Flussmündung des Piedras und sind, aufgrund ihrer Schönheit und der Pflanzen- und Tiervielfalt, einzigartig. Dieses Gebiet mit einer flachen Topografie wird je nach Laune der Gezeiten überschwemmt und bei Ebbe wieder freigelegt. Dabei kann man tausende kleine Krebse beobachten, die im Schlamm ihre Höhlen ausgraben. In den Marschländern wachsen Pflanzen, die sich in diesem Umfeld wohlfühlen: bläulicher Strandflieder, Limoniastrum Monopetalum oder das Salz-Schlickgras.

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